Calenberger Autorenkreis

      

Lesungen 2013


24.11.2013
Geistliche Texte aus der Feder von Friedrich Pape

Matinee im Hotel und Restaurant „Steinkrug“

Endlich konnte sich Friedrich Pape, Gründungsmitglied des Calenberger Autorenkreises, einen langgehegten Wunsch erfüllen: Im Rahmen einer Matinee stellte er Interessierten seine – meist etwas umfangreicheren - geistlichen Texte vor, die sowohl Themen aus dem Alten Testament als auch aus der abwechslungsreichen Geschichte der christlichen Kirche behandeln.

Nico Christou, Inhaber der traditionsreichen Lokalität, stellte auf seine Anfrage hin begeistert die Räumlichkeit zur Verfügung. Wie groß das Echo sein würde, war den Beteiligten nicht klar, aber der Erfolg gab ihnen Recht: Mehr als 45 Gäste folgten über anderthalb Stunden hinweg, lediglich von einer kurzen Pause unterbrochen, den anspruchsvollen Geschichten voller Konzentration, und die überwiegende  Mehrzahl von ihnen nahm das Angebot wahr, hinterher gemeinsam dort zu speisen.
Nach einer kurzen Einleitung durch den Verfasser, Friedrich Pape, machte Wolfgang Nieschalk vom Calenberger Autorenkreis den Anfang mit einer Geschichte aus dem Alten Testament: „Judith rettet Israel“. In der zupackend wiedererzählten und von Nieschalk lebendig vorgetragenen Begebenheit aus dem Freiheitskampf des Volkes Israel wird berichtet, wie eine beherzte einzelne Frau mit Hilfe Jahwes ihr Volk vor dem Untergang rettet.
Die Erzählung „Die Wiedergeburt einer Idee“ ist eigentlich aus zwei Geschichten zusammengesetzt: In Teil I „Von dem, was war“ berichtet Pape in Form einer historischen Erzählung über die Ideen, den Aufstieg und die Vernichtung der Katharer vor rund 600 Jahren, ein Vorgang, der sich im Südwesten Frankreichs abspielte. Im Teil II „Von dem was sein könnte“ schildert er die Entwicklung eines Pfarrers unserer Zeit, der – von der Amtskirche enttäuscht – seine Zuflucht in den Überzeugungen jener mittelalterlichen Glaubensrichtung sucht und findet.
Aus Zeitgründen hatte er den 1.Teil stark gestrafft, um den Ideen-Hintergrund für die dann von Karlfried Rose vorgetragene 2. Geschichte aus unserer Zeit zu schaffen. Betroffen erlebten die Zuhörenden die Selbstzweifel, die Gewissenskonflikte und die sich daraus ergebende schicksalhafte Entwicklung des Geistlichen mit.
Den Canon der geistlichen Texte von Friedrich Pape schloss eine Bearbeitung des Buches Esther, in der er in Form eines Tagesbuches den Weg der jüdischen Waise Esther zur Gemahlin des persischen Tyrannen und Großkönigs und zur Retterin ihres Volkes Israel erzählt. Gabriele Rose verlieh dieser Frauengestalt aus dem 3. Jahrhundert v. Chr. durch ihren Vortrag Lebendigkeit und Authentizität.
Herzlicher Beifall am Schluss der einzelnen Vorträge aber auch am Ende der Veranstaltung dankte dem Autor, Friedrich Pape, und seinen drei Mitstreitern und ließ den Gedanken aufkeimen, eine so erfolgreiche Veranstaltung vielleicht in Jahresfrist – natürlich mit anderen Geschichten – zu wiederholen.


[Fotos: Wolfgang Nieschalk; Text: Kai Müller/


17.11.2013 Museum Springe
Calenberger Autoren lesen aus eigenen Werken




Lyrische Worte wechselten sich mit Vergänglichkeit ab. Dem Gedicht
„Tag und Nacht“ wurden noch Zeilen aus der „Abendmelodie“
nachgeschoben. Hartung verstand es, die Zuhörer geschickt in seinen
Bann zu ziehen.



[Text und Fotos: Reinhold Krause, Neue Deister-Zeitung 19.11.2013 Seite 8] 


Schulschwänzer und Abendmelodien
Lesung des Calenberger Autorenkreises im Springer Museum

Springe.

Dass eine Autorenlesung keine staubtrockene Angelegenheit ist, bewiesen am Sonntag zwei Mitglieder des Calenberger Autorenkreises im Springer Heimatmuseum. Gut 30 Zuhörer hatten sich eingefunden und waren begeistert von dem, was Prof. Jörg Hartung ihnen mit eigenen Werken zu Gehör brachten.

Zwölf Autoren sind zurzeit im Autorenkreis beheimatet. Hervorgegangen ist der Klub aus dem damaligen Verein  „Poeten und Maler, Empelde“. Friedrich Pape war es, der nach der Auflösung des Vereins den Wunsch hegte, allen belesenen und bewährten Mitgliedern eine neue Heimat zu bieten. Mit Wilhelm Stenzel, den er noch im alten Verein kennenlernte, und einer Handvoll Autoren gründete er im Jahr 1995 die Gruppe „Freier Autorenkreis Calenberg“. Seit nunmehr 18 Jahren steht er an der Spitze, allerdings nicht als Vorsitzender, sondern als ein von der Gemeinschaft Beauftragter. Ihm obliegt es, Veranstaltungen vorzubereiten und Termine abzustimmen.

Die Autoren kommen aus unterschiedlichen Lebensbereichen und haben somit auch ihre eigene Sicht auf das weite Feld der Literatur.
Jörg Hartung, Professor für Veterinärmedizin aus Gehrden-Leveste, gehört seit acht Jahren zum Autorenkreis. Er löste sich mit Malz bei der Lesung ab. Angedacht waren Texte passend zum Volkstrauertag, aber angesichts der Tatsache, dass einige öffentliche Veranstaltungen sich des Themas bemächtigt hatten, verzichtete man kurzerhand und Hartung rezitierte selbst verfasste Gedichte und trug Gedanken und Empfindungen von einer Reise nach Xian (China, Heimat der Terracottaarmee) vor.  


10.11.2013  Heimatstube Linderte
Wolfgang Nieschalk referiert über Heinrich Spoerl



"Also, wat is en Dampfmaschin?"

Die Frage kommt Ihnen bekannt vor? Kein Wunder, denn sie stammt aus "Die Feuerzangenbowle" mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle aus dem Jahre 1944, ein Film, den die meisten gewiss mehr als einmal gesehen haben. Er ist ein Kultfilm geworden, der auch nach fast 70 Jahren die Menschen immer noch begeistern kann. Kaum einer aber weiß, wer die Buchvorlage zu diesem humorvollen Lausbubenstreich geschrieben hat.

Heinrich Spoerl (1887 – 1955) wurde bekannt durch humoristische Romane, Erzählungen und Theaterstücke, von denen "Wenn wir alle Engel wären", "Der Maulkorb", "Der Gasmann" und eben die "Feuerzangenbowle" verfilmt wurden. Ein Autor, dessen Stücke die Menschen auch  heute noch zum Lachen und Nachdenken bringen können, wie die Reaktion der rund 50 Zuhörer bei der Lesung in Linderte bewies. Es lag auch am Vortragenden, Wolfgang Nieschalk vom Calenberger Autorenkreis, der neben einem kurzen Überblick über die wichtigsten Stationen im Leben des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Schriftstellers seinen Hörern mit verschiedenen Kostproben aus dem reichen Schaffen Spoerls Appetit machen wollte auf mehr. Man kann ohne Übertreibung sagen: Dies ist ihm voll gelungen!   

Vielleicht lag das auch daran, dass er selber regelmäßig für eine Tageszeitung kurze Alltagsgeschichten schreibt, die inzwischen ein begeistertes und treues Publikum gefunden haben. Rein zufällig hatte er erst vor kurzem in der Bücherecke eines Hotels einen Band mit kurzen Geschichten gegriffen und ihn dann nicht mehr aus der Hand legen können. Er war von Heinrich Spoerl und trug den Titel: "Man kann ruhig darüber sprechen!" Dieser erste Kontakt mit dem Autor zündete, und die Begeisterung für die Werke des Sinnverwandten waren bei den verschiedenen Stücken deutlich zu spüren, die er alleine oder auch im Dialog mit Gabriele Rose vortrug. Herzliches Lachen, Zwischenapplaus und ein ganz herzlicher Beifall am Ende waren der Dank seines Publikums für diesen interessanten und amüsanten Sonntagnachmittag in der Heimatstube des Historischen Vereins Linderte.   

Zuvor hatte – nach kurzer Begrüßung der Gäste – die Schriftführerin des Vereins, Birgit Hildebrand, Wolfgang Nieschalk nachträglich ganz herzlich zum "runden" Geburtstag, seinem 70., gratuliert. Die Dankes- und Abschiedsworte sprach der 1. Vorsitzende, Herbert Voges, der auch auf eine weitere Veranstaltung des Calenberger Autorenkreises hinwies:

Am Sonntag, den 24. November 2013, findet als Matinee um 11.00 Uhr im Hotel Steinkrug eine Lesung geistlicher Texte von Friedrich Pape statt. 


[Text: Karlfried Rose; Fotos: Werner Hildebrand]

[Text und Foto: Deister Anzeiger 05.12.2013 Seite 12]



20.10.2013 Kunstkreis Laatzen


[Fotos: Wolfgang Nieschalk] 


Getrennt schreiben – vereint lesen

Dass der Calenberger Autorenkreis im Kunstkreis Laatzen zu Gast ist und über Leben und Werk der Großen der Weltliteratur liest, ist seit mehreren Jahren vertraute und begrüßte Praxis. Dass je ein Mitglied aus beiden Kreisen in einer gemeinsamen Lesung aus eigenen Werken vorträgt, das war ein Novum, das sich Sonntagnachmittag mehr als 30 Zuhörer auf keinen Fall entgehen lassen wollten.

Der Initiator des Autorenkreises, Friedrich Pape, hatte humorvolle aber auch besinnliche Kurzgeschichten aus seinem reichen Schaffen ausgesucht. Da war von einem glühenden Schiller-Verehrer die Rede, der mit seiner Manie tragikomisch enden muss, einem Grundstücksmakler, der aus Profitsucht in die Persönlichkeit seiner Kunden hineinschlüpft und dabei sein eigenes Ich verliert, und einem Pastor, der den Buß- und Bettag nutzt, um mit seiner vertrauten Mitarbeiterin in Sünde zu fallen. Die beiden anderen Geschichten handelten von einem Wanderer, der im Wald vor einem unheimlichen Fremden flüchtet, der ihn scheinbar verfolgt, und am Ende in sein eigenes, hasserfülltes Antlitz blicken muss, sowie von einer Esche, die aus dem Walde an einen Platz nahe am Haus verpflanzt wird, in einem langen Leben als vertrauter Gefährte der Familie zu einem mächtigen Baum heranwächst und die den zurückgebliebenen Ehegatten in seiner Einsamkeit zu trösten vermag.

Dietmar Weiß, Schriftführer desKunstkreises, steuerte satirisch-ironische  Kurzgedichte aus eigener Feder bei, die seinen Zuhörern des Öfteren ein herzhaftes Lachen oder amüsiertes Schmunzeln entlockten. Die Verse, von denen viele durch seinen früheren Beruf als Mediziner inspiriert sind oder auch das Älterwerden und den Tod zum Thema haben, zeichnen sich durch eine starke gedankliche Verdichtung aus und vermeiden auch nicht die mitunter krasse, sarkastische Zuspitzung, um auf das Wesentliche der Dinge hinzuweisen. Auch mit seiner Kurzgeschichte, die an Kafkas Erzählung „Ein Landarzt“ erinnert und in der Weiß seine deprimierenden Erfahrungen als Kassenarzt verarbeitete, konnte er seine Zuhörer anrühren und nachdenklich machen.

Der herzliche Beifall der Gäste und aufrichtige Dankesworte von Joachim Ernerth, dem Vorsitzenden des Kunstkreises Laatzen, waren – neben der obligatorischen Flasche Rotwein – verdienter Lohn für die beiden Poeten.

[Text: Karlfried Rose 21.10.2013]

[Fotos: Wolfgang Nieschalk]



16. Lesung eigener Texte der Calenberger Autoren in Bennigsen

Im achten Jahr in Folge lud der Förderverein RvB zu einer Veranstaltung des Calenberger Autorenkreises ein: Jörg Hartung (Leveste) und Karlfried Rose (Bennigsen) präsentierten eigene Texte, Gedichte und Kurzgeschichten.

Nach einem freundlichen Willkomm durch den Vorsitzenden, Peter Kimmel, und einer kurzen Einführung von Karlfried Rose eröffnete Hartung den Reigen mit einer novellenartigen Erzählung aus seiner Reihe mit Geschichten aus dem Flecken Lindenau: »Der Gefahren der Bergwelt – oder neun Monate später«. Dabei führte er seine Zuhörer mit einem Augenzwinkern zuerst auf einen Irrweg, um sie dann mit einer unerwarteten Lösung zu überraschen und zu einem herzhaften Lachen zu verführen.

Rose brachte in seiner ersten Runde vor der Pause eher zum Nachdenken anregende Geschichten: Über die vielen „Wenn’s“, die manchmal der Realisierung eines lebenslangen, bescheidenen Wunsches im Wege stehen, über das Phänomen der Zeit, die jeder Mensch anders erlebt, auch unterschiedlich von Situation zu Situation, und über das Problem, das manche Menschen damit haben, ihr Berufsleben endgültig hinter sich zu lassen.

Die Pause sah Zuhörer und Vortragende bei angeregtem Gedankenaustausch und einem Glase „reinen und staubtrockenen“ Weines, den wie immer Hartmut und Elvira Rieck ausschenkten. Ein Bennigser Zugezogener - mit rotem Erkennungszeichen - hatte jene in der letzten Ortsratssitzung als „weintrinkende Elite, die sich im Bahnhof auf Steuerzahler-Kosten ein schönes Leben macht“ bezeichnet, wobei er zumindest mit dem Wort „Elite“ nicht falsch liegt.

Nach der Pause trug Professor Hartung (TiHo Hannover) Geschichten und Gedichte vor, die unter dem Eindruck der diversen Dienstreisen ins nahe und ferne Ausland in Sachen Tierschutz und Tierhygiene entstanden, zum Beispiel über einen Tonsoldaten der Armee des 1. Chinesischen Kaisers aus ca. 7000 Terrakotta-Figuren, die 1974 von Bauern bei einer Brunnenbohrung in Xian entdeckt wurde, oder das humorvoll geschilderte, seltsame Erlebnis mit einem Holzbläser, der anlässlich einer Konferenzeröffnung – quasi als Kulturbeitrag – einiges Erstaunen bei den Versammelten hervorrief.

In seinem Part erzählte Karlfried Rose vom „Scheitern“ einer Ehe, die als große Liebe beginnt und durch das Einmischen sog. bester Freunde und Freundinnen ihren Todesstoß erhält, berichtete in „Glück und Glas...“ von seinen Überlegungen zu den möglichen Ursachen und Folgen beim Zerschlagen von Glas und Porzellan und glossierte zum Schluss sein ungeduldiges Harren im Wartezimmer einer Facharztpraxis.

Herzlicher Beifall, dem sich auch Peter Kimmel anschloss, dankte den beiden Autoren und macht Mut, mit diesen Veranstaltungen fortzufahren: Im Februar 2014 setzt Friedrich Pape vom Calenberger Autorenkreis die Reihe über die Großen der Weltliteratur mit einem Vortrag über den französischen Schriftsteller Charles Baudelaire fort. Die beiden Autorenlesungen werden wie immer im Mai und September folgen, wie immer an einem Freitag um 19.30 Uhr. Die genauen Termine werden noch bekanntgegeben.

[Text: Karlfried Rose; siehe auch: myheimat]

 

Fotos von Wolfgang Nieschalk:




Kultur vor Ort: Gabriele Rose liest über Leben und Werk von Joachim Ringelnatz

Was Herbert Voges, der Vorsitzende des Historischen Vereins Linderte, nach Ende des Vortrages von Gabriele Rose äußerte, war wohl den meisten der über 40 Zuhörerinnen und Zuhörern aus dem Herzen gesprochen: „Mit Deinem Vortrag über Joachim Ringelnatz hast Du mich sehr nachdenklich gemacht!“.

Der Schöpfer der Kunstfigur Kuttel Daddeldu, der 1883 als Hans Gustav Bötticher in Wurzen (Sachsen) geboren und 1934 in Berlin gestorben war, ist vor allem
durch die oft drastischen Seemannsgedichte und durch manche skurrilen, kurzen Gedichte  wie z.B. „Bumerang“ bekannt geworden.

Gabriele Rose machte die Gäste in der Heimatstube Linderte mit der ganzen Breite seiner Dichtkunst bekannt, zu denen auch tiefsinnige und tiefempfundene  Gedichte über Leben, Liebe und Tod gehören, fröhlich-übermütige Kindergedichte und auch eher bösartig-sarkastische, die als Kindergedichte daherkommen, aber doch ganz anders gemeint sind.

Eingebettet waren diese Gedichte in einen Bericht über ein verwirrend ungeordnetes und wechselvolles Leben voll wirtschaftlicher Not und gesundheitlicher Probleme
eines Mannes, dessen Bücher von den Nazis verbrannt wurde, und dem sie durch Auftrittsverbote die Existenzgrundlage entzogen. Verarmt und entmutigt starb der Dichter, Kabarettist und Maler Joachim Ringelnatz mit 51 Jahren an Tuberkulose.

Erst nach dem Kriege durfte sein Werk wieder gedruckt werden und konnte die Anerkennung und Würdigung finden, die es verdiente. Seine Geburtsstadt erfüllte sogar seinen in dem Gedicht „Ehrgeiz“ geäußerten Wunsch, dass ein „ein ganz schmales und krummes Gässchen, mit niedrigen Türchen, mit steilen Treppchen und feilen Hürchen, mit Schatten und schiefen Fensterluken“  nach ihm benannt würde.  

Herzlicher Applaus zum Schluss des Vortrages und manches persönliche Wort der Anerkennung dankten der Referentin, die wieder einmal durch die Auswahl der Werkbeispiele und ihre ruhige, aber dennoch lebendige Art des Vortrages begeisterte. Angesprochen auf die Arbeit, die sie für eine solche Lesung aufwenden müsse, betonte Gabriele Rose zum einen die Freude, die ihr ein gelungener und von den Zuhörern angenommener Vortrag schenke, und die vielfältigen neuen Erkenntnisse und Informationen, von denen vor allem derjenigen profitiere, der sich so intensiv mit dem Werk des Autoren beschäftige.

Am Sonntag, den 10.11.2013, um 17 Uhr setzt Wolfgang Nieschalk, Mitglied des Calenberger Autorenkreises, die Reihe im Linderte Museum mit einem Vortrag über Leben und Werk des deutschen Autors Heinrich Spoerl fort.

[Karlfried Rose]




Calenberger Autorenkreis:  Sommerlesung in Linderte


Das achte Jahr in Folge fand am Sonntag, den 14. Juli 2013, die Sommerlesung der Calenberger Autoren statt

Bis 2005 hatten sie in Linderte Jahr für Jahr vier Vorträge über die Großen der Weltliteratur und eine Lesung eigener Werke gehalten, 2006 kam dann ein sechster Lesetermin wiederum mit eigenen Gedichten und Kurzgeschichten hinzu.

Rund fünfzig Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten dieses Mal aufmerksam und konzentriert, nachdenklich, betroffen oder auch amüsiert den ganz unterschiedlichen Gedichten und Kurzgeschichten, die ihnen von Jörg Hartung (Leveste), Harald Malz (Springe), Inge Hübner (Empelde), Ursula Kühn (Weetzen) und Friedrich Pape (Linderte) vorgetragen wurden.

Karlfried Rose (Bennigsen) führte leicht und locker durch die kurzweiligen anderthalb Stunden.

Jörg Hartung eröffnete den bunten Reigen mit einer weiteren Folge seiner Geschichten aus der „Chronik des Fleckens Lindenau“. Diesmal ging es um ein geheimnisvolles Buch, das in einem Tresor im Heimatmuseum unter Verschluss gehalten wird. Das zweite Stück berichtete von einer kleinen Terrakotta-Figur, die einem der 7000 Tonsoldaten aus dem Kaisergrab in Xian (China) nachgebildet ist und die der Autor bei einer seiner China-Reisen erwarb.

Harald Malz erzählte mit schonungsloser Offenheit eine bedrückende Geschichte über das Schicksal eines deutschen Aussteigers in Spanien und dessen persönlicher und wirtschaftlicher Katastrophe.

Inge Hübner brachte drei ihrer heiteren bis grotesken Inselgeschichten zu Gehör, zu denen sie bei ihren Urlaubsaufenthalten an der See angeregt worden war. „Im Austernrausch“ schilderte z.B. das gespannte Verhältnis eines Mannes, der leidenschaftlich gerne Austern schlürft, zu seiner Frau, die dieses glitschige Zeug nur eklig findet, ein Konflikt, der – für den Austernesser - tödlich endet.

Ursula Kühn fügte ihre zumeist humorvollen Gedichte gekonnt in eine nachdenkliche Geschichte über das Schicksal einer Gruppe von fünf Schülerinnen, die sich das Vokalensemble nannten, ein und erntete damit wohlverdienten Applaus.

Friedrich Pape kam - wie immer zum Schluss - mit der Erzählung „Im Watt“, zu der ihn ebenfalls ein Aufenthalt an der See angeregt hatte. Gekonnt baute er im Verlauf der Geschichte eine Spannung auf und hielt seine Zuhörer bis zum Schluss im Atem, einem Ende, das tragisch ausgehen musste.

Nach dem herzlichen Applaus der Zuhörer wies Karlfried Rose auf die nächste Veranstaltung in der Heimatstube Linderte hin: Am Sonntag, den 08. September 2013, um 17.00 Uhr liest Gabriele Rose für den Calenberger Autorenkreis über Leben und Werk von Joachim Ringelnatz.



Mailesung 2013 des Calenberger Autorenkreises im Bennigser Bahnhof

Eine Dame aus Weetzen

die wollt sich aussetzen

dem Votum der Leute.

Nur Lob war die Beute!

Nun will sie’s fortsetzen.
 





Dieser gereimte Schreibversuch von mir gibt - auf einen kurzen Nenner gebracht - das Ergebnis
der Mailesung des Calenberger Autorenkreises in der R-v-B-Bücherei im Bennigser Bahnhof wieder.

Eingeladen hatte der R-v-B-Förderverein Bennigsen.
35 Zuhörer konnten sich nach der Pause nicht satthören an den meisterhaft getexteten Limericks von Ursula Kühn, die mit ihrer knappen, verdichteten Form in fünf Zeilen oft eine ganze Geschichte erzählen – mit einem leichten Augenzwinkern!

Nach Ende der Lesung konnte Frau Kühn, die erst seit kurzem dem Calenberger Autorenkreis angehört, noch manches dicke Lob hören und auch die Bitte, sie möge möglichst bald wieder einmal nach
Bennigsen kommen. Ein schöner Einstand!

Die erste Runde vor der Pause bestritten Friedrich Pape und Karlfried Rose. Friedrich Pape umkreiste in zwei dramatisch-unheimlichen aber auch romantischen Geschichten das ewige Thema
„Die Frau – unser Schicksal!“, während Karlfried Rose seine Zuhörer mit einem ruhig-versponnenen Fluss in das Reich der Märchen entführte.

Nach der Pause, in der Hartmut Rieck die Gläser wieder mit einem kühlen Tropfen „reinen Weines“ nachfüllte und sich manches angeregte Gespräch entwickelte, zeigte Rose, dass er auch etwas lebhafter und humorvoll-bissiger daherkommen kann. Die Geschichte „Abwärts voran!“ behandelte ein dörfliches Drama im Gaststättengewerbe. In „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ zeichnete er ein vielen Zuhörern vertrautes Thema aus dem Bereich „Szenen einer Ehe“ nach, - immer mit einem verstohlenen Blick nach unten ins Parterre zur besten aller Ehefrauen.

Am 19.07.2013 wird in der R-v-B-Bücherei im Bennigser Bahnhof um 19.30 Uhr Hartmut Rieck seine „2. Literarische Weinprobe“ unter dem Titel „Die Stunde der Komödianten“ durchführen. Dabei liest er von ihm ausgewählte Kurzgeschichten und literarische Miniaturen.

Der Calenberger Autorenkreis wird seine Septemberlesung eigener Texte am 20.09.2013 um 19.30 Uhr beginnen. Karlfried Rose bringt dann Susanne Kipp mit, die hier zum dritten Mal in Bennigsen ans Lesepult tritt. Auch dann ist für einen kühlen Tropfen gesorgt, der Eintritt ist wie immer frei.

[Text: Karlfried Rose] [Siehe auch: "myheimat.de" und Calenberger Zeitung 11.06.2013 Seite 9]


[Fotos: Wolfgang Nieschalk]

Eine Dame aus Weetzen...
Ursula Kühn liest Limericks im Bennigser Bahnhofsgebäude

Bennigsen. Karlfried Rose hat den Abend später in Reimzeilen gefasst: „Eine Dame aus Weetzen, die wollt sich aussetzen, dem Votum der Leute. Nur Lob war die Beute! Nun will sie’s fortsetzen.“ Mit Limericks dieser Machart präsentierte sich Ursula Kühn jetzt bei der Lesung des Calenberger Autorenkreises als neues Mitglied. In die Bücherei im Bennigser Bahnhof waren gut 35 Zuhörer gekommen.

Eingeladen hatte der Rudolf-von-Bennigsen-Förderverein mit dem Vorsitzenden Peter Kimmel. Auch er lauschte Kühns Limericks – dieser verdichteten Reimform, die mit Augenzwinkern in fünf Zeilen ganze Geschichten zu erzählen vermag. Die erste Runde vor der Pause bestritten Friedrich Pape und Karlfried Rose. Pape umkreiste in zwei dramatisch-unheimlichen, aber auch romantischen Geschichten das ewige Thema „Die Frau – unser Schicksal“, während Rose seine Zuhörer mit einem ruhig-versponnenen Fluss in das Reich der Märchen entführte. Nach der Pause, in der Hartmut Rieck die Gläser mit Wein nachfüllte und sich manches angeregte Gespräch entwickelte, zeigte Rose, dass er auch etwas lebhafter und humorvoll-bissiger daherkommen kann: Die Geschichte „Abwärts voran!“ behandelt ein dörfliches Drama im Gaststättengewerbe. In „Wer nicht hören will, muss fühlen!“ zeichnete er ein Thema aus dem Bereich „Szenen einer Ehe“ nach.

Am 19. Juli wird Rieck um 19.30 Uhr in der Bücherei seine zweite Literarische Weinprobe unter dem Titel „Die Stunde der Komödianten“ durchführen. Dabei liest er selbst ausgewählte Kurzgeschichten und literarische Miniaturen.pr

[Neue Deister-Zeitung 28.05.2013 Seite 9]



 Die Calenberger Autoren lesen Ernest M. Hemingway in Linderte

[Fotos: Wolfgang Nieschalk]

Ernest Miller Hemingway, *21. Juli 1899 in Oak Park, Illinois, † 2. Juli 1961 in Ketchum, Idaho, war einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, Pulitzer- und Literaturnobelpreisträger.
In der Reihe „Kultur vor Ort“ in der Heimatstube Linderte berichtete Friedrich Pape vom Calenberger Autorenkreis vor über 40 Zuhörern über das Leben Hemingways, der sich außerdem als Reporter, Kriegsberichterstatter, Abenteurer, Hochseefischer und Großwildjäger betätigte, was seinen Niederschlag in den zahlreichen Werken des Autors fand. Obgleich ihm 1927 mit seinem Roman „Fiesta“ der Durchbruch als Schriftsteller gelang und er weltweit Anerkennung und materiellen Wohlstand erlangte, gierte er ein Leben lang nach Bewunderung und musste sich selbst immer wieder durch ein abenteuerliches Leben beweisen. Zu tragfähigen Beziehungen war er unfähig: Er war vier Mal verheiratet und hatte doch jedes Mal Affären nebenher, weil er ständig Angst davor hatte, verlassen zu werden. Depressionen und Alkoholexzesse waren seine steten Begleiter, bis endlich seine Schaffenskraft erlosch und er sich mit 61 Jahren erschoss.

Im Anschluss an die Vita trugen mehrere Mitglieder des Autorenkreises Kurzgeschichten und Gedichte aus den verschiedenen Schaffensperioden Hemingways dem gespannt lauschenden Publikum vor, unter anderem „Indianerlager“, „Alter Mann an der Brücke“, „Das kurze, glückliche Leben des Francis Macomber“ und „Schnee auf dem Kilimandscharo“.
Nach herzlichem Applaus der Hörerinnen und Hörer gratulierte Herbert Voges, der 1. Vorsitzende des gastgebenden Historischen Verein Linderte e.V. seinem langjährigen Mitglied Friedrich Pape mit herzlichen Worten und einer „geistigen Stärkung“ zum 80. Geburtstag und wünschte ihm und sich selbst noch viele gute, gemeinsame Jahre. Friedrich Pape revanchierte sich mit einer namhaften Spende an den Historischen Verein, der schon seit vielen Jahren dem Calenberger Autorenkreis ein Forum für seine Lesungen bietet, und spendierte auch die Getränke, die während der Lesung konsumiert wurden.
Die nächste Veranstaltung des Calenberger Autorenkreises findet am 14. Juli 2013 um 17.00 Uhr in Theda Baumgartes Garten  ( „Im Schwarzfeld 1“ ) im Ronnenberger Ortsteil Linderte statt.
Bei der Sommerlesung der Calenberger Autoren werden eigene Werke, Kurzgeschichten und Gedichte, vorgetragen. Bei schlechtem Wetter weichen die Veranstalter in die Heimatstube Linderte aus.

[Text: Karlfried Rose]


[Fotos: Wolfgang Nieschalk]



Friedrich Pape liest über Heinz Kahlau – Leben und Werk

10.03.2013


Heinz Kahlau hatte in der DDR ebenso wie Eva Strittmatter eine begeisterte Leserschaft seiner tiefempfundenen und in einer klaren, verständlichen Sprache geschriebenen Gedichte. Zu seinen Lebzeiten sind etwa 20 Gedichtbände von ihm erschienen. Nach der Wiedervereinigung wurde er aber zu Unrecht von den Verlagen nicht mehr gedruckt und geriet leider fast in Vergessenheit. Wenn man sich – so wie Friedrich Pape – mit Kahlaus Lebensgeschichte und seinem Werk beschäftigt, wird man feststellen, dass manches sich bei näherer Betrachtung ein wenig anders darstellt als in der Sicht der Öffentlichkeit. Da war der überzeugte Kommunist Heinz Kahlau, Mitglied der SED und Träger hoher Auszeichnungen der DDR, aber ebenso auch der mutige Kritiker der Zustände in dem sogenannten Arbeiter- und Bauernstaat, der ins Visier der Stasi geriet und unter deren massiven Druck abschwören bzw. Wohlverhalten zeigen musste,  was er auch tat.

Umso mehr waren die Zuhörer der Lesung am Sonntag im Heimatmuseum Linderte erstaunt über seine politischen Gedichte, die eindringlich und klar den Finger auf die Missstände in seinem Staat legten, und über die wunderbar-innige und anrührende Poesie seiner Liebesgedichte.
Auch wenn nur wenig über sein Leben veröffentlicht wurde, beeindruckte die Anwesenden sein Werdegang aus einfachsten Verhältnissen, seine spätere Förderung als Meisterschüler von Bertold Brecht und ab 1956 seine freischaffende Tätigkeit als Lyriker, Prosaist, Liederschreiber und Filmautor.
Durch seinen – wie immer – gekonnten Vortrag machte Friedrich Pape seine gespannt lauschenden Hörer neugierig und regte sie an, mehr über den bei uns kaum bekannten deutschen Dichter zu erfahren, der 2012 in Greifswald verstarb.

[Fotos: Wolfgang Nieschalk; Text: Karlfried Rose]



Jugendschreibwettbewerb 2013

09.03.2013













Friederike Ohlendorf (14, hinten, von links), Jana Schrader (18), Jana Weber (14), Hannah Goedeler (12, vorn, von links), Ole Timm (12), Jannis Weß (9) und Laura Schlunk (14) sind die Preisträger des dritten Jugendschreibwettbewerbs. In Abwesenheit geehrt wurde Katharina Mörk.





Bürgermeister Thomas Prinz (links) und Jörg Hartung gratulieren Ole Timm (12) zum ersten Platz in der Kategorie der Klassen 5 bis 8.








Friederike Ohlendorf (14) liest im Kunstkreishaus ihren Gewinnerbeitrag















Acht junge Sieger erhalten Preise

Die Gewinner stehen fest. Der Wedemärker Ole Timm und Jana Schrader aus Hildesheim haben den Jugendschreibwettbewerb des Kunstkreises gewonnen. Am Sonnabend wurden die Preise übergeben.

Von Daniel Junker Rethen.

„Die Abstimmung war nicht ganz einfach, weil die Qualität der Texte teilweise sehr dicht beieinander lag“, sagte Jörg Hartung bei der Preisverleihung des Wettbewerbs, den der Kunstkreis und Calenberger Autorenkreis gemeinsam ausgeschrieben haben.

„Wir haben lange darüber diskutiert, welche Texte uns am besten gefallen.“ Schlussendlich stehen jetzt aber die Sieger fest: Ole Timm hat den Wettbewerb in der Kategorie der Fünft- bis Achtklässler gewonnen. „Ole hat eine Geschichte mit viel Tempo geschrieben“, lobte Hartung den Zwölfjährigen für die Qualität seines Textes. Zudem freute sich Hartung über die „sehr gute Sprache und eine reiche Wortwahl.“ Der Schüler hat in seiner Geschichte die aufregende Suche nach einem Hund beschrieben.

Hannah Goedeler (12) von der IGS List belegte mit ihrem Text über eine Katze den zweiten Platz. „Der Text ist mitten aus dem Leben gegriffen, die Geschichte wird mit viel Harmonie erzählt“, erläuterte Hartung die Entscheidung der Jury.

Die 14-jährige Laura Schlunk von der Hemminger Carl-Friedrich-Gauß-Schule schaffte es mit einer Geschichte über den Konflikt zwischen der Natur und den wachsenden Städten auf Platz drei.

Mit ihrer Geschichte „Kirschblütenträume“ gewann die Hildesheimerin Jana Schrader in der Kategorie der Klassen 9 bis 13. Hartung hob den Text als zarte Liebesgeschichte mit offenem Ende heraus. „Jana hat eine einfühlsame Sprache gewählt, der Text hat einen guten Verlauf und steigert sich in Poesie“, lobte Hartung.

Die junge Autorin habe einen sehr guten Stil und nutze stimmungsvolle Naturbeschreibungen. Die zweitplatzierte Friederike Ohlendorf vom Gymnasium Isernhagen erzählte in ihrem Text eine persönliche Geschichte aus dem Blickwinkel einer Enkelin, die sich an ihren Großvater erinnert. „Das Bindeglied ist eine alte Eiche, über die auch der Konflikt zwischen den Menschen und der Welt beschrieben wird“, sagte Hartung. Jana Weber vom Gymnasium Steinhude schaffte es auf den dritten Platz. „Sie erzählte eine sehr schöne Geschichte über ein Eichhörnchen, dass sich nicht damit einverstanden erklären will, dass der Baum gefällt werden soll in dem es wohnt“, so Hartung. Sonderpreise bekamen Jannis Weß (9) aus Springe und Katharina Mörk (13) aus Hannover. Beide Beiträge seien preiswürdig, die Hannoveranerin habe mit ihrem Text allerdings das Thema „Mensch – Natur“ verfehlt. Jannis Weß habe sich hingegen nicht an die Ausschreibungsbedingungen gehalten, sagte Hartung. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 36 Schüler an dem Schreibwettbewerb beteiligt. Der Kunstkreis und der Autorenkreises hatten ihn zum dritten Mal ausgelobt.

[Fotos und Text: Daniel Junker, Leine Nachrichten 11.03.2013 Seite 4] 





Über 180 Jahre nach seinem Tod wollen Menschen noch Goethes Gedichte hören

Goethe – Leben und lyrisches Werk; aus der Reihe: „Vorträge sonntags um 11“  im Springer Museum am17.02.2013


Noch am Freitagabend war der Vortragssaal des Museums zum Bersten gefüllt – beim Streich(er)-Konzert der bedrohten Springer Kultureinrichtungen. Am Sonntag, den 17.02.2013, waren dann die Organisatoren der Reihe „Vorträge sonntags um 11“ gespannter Erwartung, wie viele interessierte Goethe-Freunde den Weg zum Vortrag „Johann Wolfgang von Goethe – Leben und lyrisches Werk“ finden würden. Friedrich Pape vom „Calenberger Autorenkreis“ war wie immer gut vorbereitet, um den Zuhörern einen kurzweiligen, sowohl heiteren als auch seriösen Vortrag über einen der Großen der deutschen Dichtung zu halten. Gut ausgewählte Werkbeispiele, die der Vortragende zur Freude des Auditoriums sämtlich auswendig rezitierte, unter ihnen eine Reihe von alten Bekannten, aber auch weniger Bekanntes, machten Appetit auf mehr. Die wichtigsten Lebensstationen des großen Weimarers bildeten den Rahmen für den gelungenen Vortrag, den die fünfundzwanzig Zuhörer mit sehr freundlichem Beifall bedachten.

 


Herr Rohde begrüßt die Gäste
Friedrich Pape
Interessierte Zuhörer


Calenberger Autoren beleuchten Goethes Werk

Lesung im Museum


Springe. Auch mehr als 180 Jahre nach seinem Tod wollen Menschen immer noch Goethes Gedichte hören.

Aus diesem Grund hatte der Calenberger Autorenkreis zu einem Vortrag über den großen deutschen Dichte  unter der Veranstaltungsreihe „sonntags um elf“ in das heimische Museum eingeladen.
Der Titel „Johann Wolfgang von Goethe – Leben und lyrisches Werk“ lockte knapp 30 Interessierte in den Saal. Goethe war ein Vorreiter und der wichtigste Vertreter des Sturm und Drang. Sein Roman „Die Leiden des jungen Werther“ machte ihn 1774 berühmt.
Friedrich Pape vom Calenberger Autorenkreis hatte sich gut vorbereitet, um den Zuhörern einen sowohl heiteren als auch informativen Vortrag über den Dichter zu halten. Er hatte einige besondere Werkbeispiele ausgewählt, an denen die Leistung Goethes deutlich wurde.
Pape konnte seine Vorträge auswendig rezitieren – darunter eine Reihe von alten Bekannten, aber auch weniger berühmte Stücke, die Appetit auf mehr machten. Die wichtigsten Lebensstationen des großen Weimarers bildeten den Rahmen für den gelungenen Vortrag, den die Zuhörer mit freundlichem Beifall bedachten.ndz

[Neue Deister Zeitung 20.02.2013 Seite 8]



1. Lesung 2013 der Calenberger Autoren in Linderte

Herbert Voges, Wolfgang Nieschalk, Friedrich Pape

Das war wirklich ein gelungener Auftakt: Mehr als 50 Gäste wollten die Calenberger Autoren mit eigenen Geschichten und Gedichten in der umgebauten und themenmäßig neu geordneten Heimatstube des Historischen Vereins Linderte hören, so viele wie bis dahin unerreicht in der ersten Lesung des Jahres! Und es wurde ihnen eine breite Vielfalt geboten, die jeden Zuhörer zufrieden stellen konnte: Wolfgang Nieschalk, Uwe Köster, Wilhelm Stenzel, Karlfried Rose und Friedrich Pape stellten ihre ganz unterschiedlichen Beiträge der öffentlichen Kritik, Humorvolles, Nachdenkliches und auch Unheimliches wechselten einander ab.
Die Gedichte von Wilhelm Stenzel, dessen neuer Gedichtband bei dieser Gelegenheit vorgestellt wurde, trugen Gabriele und Karlfried Rose auf Wunsch des Autors vor. Auch diese Beiträge wurden von den Zuhörern mit freudigem Applaus bedacht, die wieder einmal nicht mit Beifall sparen mussten und wollten.
Die Reihe „Kultur vor Ort“ in Linderte wird am Sonntag, den 10.03.2013, um 17.00 Uhr von Friedrich Pape fortgesetzt, der dann aus dem Leben und Werk des 2012 verstorbenen deutschen Lyrikers, Prosaisten, Liederschreibers und Filmautors Heinz Kahlau liest.

[Fotos: Wolfgang Nieschalk


Die Jury mit Mitgliedern des Calenberger Autorenkreises, der Stadtbücherei und des Kunstkreises tagt


Schreibwettbewerb: Jury bewertet viele Beiträge als nur mittelprächtig

rethen. 36 Schüler haben sich am Jugendschreibwettbewerb des Kunstkreises beteiligt. Damit ist die Zahl gegenüber den Vorjahren fast gleich geblieben: 2012 waren 35 Schüler dabei, zum Auftakt 2011 waren es 36. Zwei Drittel der Beiträge wurden von jüngeren Schülern eingereicht. Gestern hat die Jury über die Texte beraten. Auffallend sei, dass die Qualität gegenüber den Vorjahren abgenommen habe, sagte Jörg Hartung vom Calenberger Autorenkreis. Außer inhaltlichen Schwächen habe es diesmal besonders viele Rechtschreibfehler gegeben.

„In der Kategorie für die neunten bis 13. Klassen waren nur drei Beiträge von höherer Qualität“, sagte Hartung. „Vielleicht lag es am Thema, dass sich einige Schreiber bewogen fühlten, etwas besonders Sanftes zu schreiben."  Die Schüler waren aufgefordert, sich mit dem Thema „Mensch – Natur“ auseinanderzusetzen. Einige Schüler hätten sich zudem nicht an die Formatvorgaben gehalten, sagte Friedrich Pape. „In einem Beitrag gab es noch nicht einmal Absätze.“ Mit der Qualität der Siegergeschichten sei die Jury, zu der auch Eva-Maria Allert von der Stadtbücherei und Mitglieder des Kunstkreise gehörten, allerdings durchaus zufrieden. Die Gewinner werden am Sonnabend, 9. März, im Kunstkreishaus geehrt. dj

[Text und Foto: Junker, Leine Nachrichten 05.02.2013 Seite 1 / Deister Anzeiger 06.02.2013 Seite 4]


Texte zu „Mensch?–?Natur“ sind gefragt

Von Daniel Junker Laatzen/Region. „Mensch – Natur“ lautet der Titel des Jugendschreibwettbewerbs, den der Kunstkreis Laatzen und der Calenberger Autorenkreis in diesem Jahr bereits zum dritten Mal gemeinsam ausschreiben.

Kinder und Jugendliche der Klassen 5 bis 13 aus Laatzen, der Region Hannover sowie der Stadt und dem Landkreis Hildesheim können jetzt Beiträge zu dem Wettbewerb einschicken. Einsendeschluss ist Sonntag, 11. November 2012 – eine Woche nach Ende der Herbstferien. Das Wettbewerbsthema ist in die drei Unterkategorien „Die Energiewende“, „Das Tier und ich“ sowie „Mein Freund, der Baum“, aufgeteilt. Dazu sollen die jungen Kreativen ihre Gedanken schriftlich zu Papier bringen. „Wir glauben, dass zu diesen Themen viele Jugendliche etwas beitragen können“, sagt Friedrich Pape vom Calenberger Autorenkreis. Die Organisatoren hoffen, den Schülern damit genügend Spielraum für Interpretationen einzuräumen. „Im vergangenen Jahr war das Thema offenbar etwas zu schwer“, sagt Pape. Viele Beiträge zum Thema „Aufbruch – Umbruch“ hätten die Qualität des ersten Jahres („Begegnungen mit Mitschülern, mit anderen Kulturen, mit dem Phantastischen“) nicht erreicht. Monika Gorbuschin vom Kunstkreis ist gespannt, welche Sicht die Schüler zur Energiewende zu Papier bringen. Pape denkt, dass vor allem die Kategorie „Mein Freund, der Baum“ Schüler interessieren könnte. Die Texte sollen bis zu vier Seiten lang und mindestens in der Schriftgröße 12pt formatiert sein. Zudem müssen alle Seiten einen breiten Rand haben. Wie in den Vorjahren ist der Wettbewerb wegen der gerechten Bewertung in die bewährten Alterskategorien eingeteilt: Zur Kategorie eins gehören Fünft- bis Achtklässler, zur zweiten Kategorie Schüler der Klassen 9 bis 13. Die Gewinner jeder Kategorie erhalten jeweils 100 Euro, die beiden Zweitplatzierten bekommen 50 Euro. Die Geldpreise stiftet in diesem Jahr das Ehepaar Silvia und Thomas Prinz. Die Preisverleihung wird voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar 2013 erfolgen. Der Termin wird gesondert bekannt gegeben.

Wer beim Jugendschreibwettbewerb mitmachen will, schickt seine Texte an den Kunstkreis Laatzen, entweder per Post oder per E-Mail an schreiben2012@kunstkreis-laatzen.org. Die Teilnehmer müssen Namen, Alter, Schule, Klasse, Adresse und Telefonnummer angeben. Weitere Informationen gibt es im Internet auf www.kunstkreis-laatzen.de. Junker

[Foto und Text: Junker, Leine Nachrichten 07.09.2012 Seite 3]